ARBEITSUCHENDE

ARBEIT UND AUSBILDUNG FÜR SIE

Wir helfen Ihnen dabei, wieder Arbeit zu finden oder auch einen passenden Ausbildungsplatz. Dafür steht Ihnen Ihr persönlicher Ansprechpartner von Anfang an beratend zur Seite. Gemeinsam entwickeln sie eine Strategie, möglichst schnell selbst für Ihren Lebensunterhalt sorgen zu können und von finanziellen Hilfen durch das Jobcenter unabhängig zu werden.

Schnell wieder Arbeit finden
Ihre Initiative ist dabei das Allerwichtigste. Wir können Ihre Bemühungen mit qualifizierten Hilfsangeboten unterstützen, zum Beispiel beim Verfassen Ihrer Bewerbung. Für Ihren beruflichen Wiedereinstieg haben wir viele Angebote: vom nachgeholten Hauptschulabschluss über Qualifikationen zum Beispiel in Handel oder Handwerk bis hin zur Überlegung, ob eine Selbstständigkeit für Sie in Frage kommt.

Eigeninitiative, Beratung, Hilfe
Wir unterstützen Sie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zudem in krisenhaften Lebenssituationen mit unterschiedlichen Beratungsangeboten.

Spezielles Team für Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahre
Um die Vermittlung von unter 25-Jährigen in Arbeit und Ausbildung kümmert sich im Jobcenter Stadt Kassel ein spezielles Team, das U 25-Team. Bei der Vermittlung in Ausbildung kooperiert das Jobcenter Stadt Kassel mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit.

Es ist nicht immer einfach, die passende Ausbildung oder den richtigen Beruf zu finden. Die Fachleute im U 25-Team helfen Ihnen dabei. Sie berücksichtigen Ihre persönliche Situation, sie kennen die Märkte und haben ein gutes Gespür für künftige Entwicklungen.

Hauptschulabschluss mit 20 Jahren? Kein Problem! Mit Kind in die Ausbildung? Das klappt!
So manches geht, was erst einmal nicht denkbar erscheint: Als alleinerziehende junge Mutter eine Ausbildung machen? Das geht! Viele junge Frauen haben es gemeinsam mit den Experten vom Jobcenter Stadt Kassel geschafft: Kinderbetreuung geregelt, Ausbildung durchgehalten, Arbeitsplatz gefunden.

Mit 20 Jahren noch eine Ausbildung anfangen oder den Hauptschulabschluss nachholen? Das klappt! Auch hier freut sich das U 25-Team über echte Erfolgsgeschichten.

Bringen Sie Mut und Motivation mit – den Rest lösen wir gemeinsam!
Schließlich geht es darum, den Grundstein dafür zu legen, dauerhaft erfolgreich in einem Beruf zu arbeiten und seinen Lebensunterhalt aus eigener Kraft verdienen zu können. Unsere Erfahrung zeigt: Eine vernünftige Berufswahl samt gezielter Qualifikation ist Gold wert.

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FALLMANAGEMENT – WAS IST DAS?

Schwierigkeiten und Probleme gehören zu jedem Leben. Viele Probleme lassen sich nicht alleine lösen. Die Herausforderung besteht darin, sich nicht entmutigen zu lassen und aktiv zu werden.

Wenn Ihre Lebenssituation besonders schwierig und unübersichtlich wird, können Sie professionelle Unterstützung durch unser Fallmanagement erhalten.

Dabei finden wir mit Ihnen zusammen heraus, welche Unterstützung Sie benötigen. Entweder helfen wir Ihnen dann, die Probleme selbst zu bearbeiten und zu lösen, oder wir vermitteln Sie an fachkundige Menschen, zum Beispiel in einer Beratungsstelle.

Wenn Sie möchten, begleiten wir Sie auch zu Terminen bei Behörden oder Beratungsstellen. Unser Ziel ist, dass Sie Ihr Leben eigenständig führen und einer Berufstätigkeit nachgehen.

Hier kann unser Fallmanagement helfen:

  • Rückschläge im Arbeitsleben
  • Lebenskrisen (zum Beispiel durch Krankheit, Todesfall, Trennung, oder bei anderen psychischen Belastungen)
  • familiäre Probleme
  • Schulden
  • Suchtprobleme (Alkohol, Drogen, Glücksspiel, Internetnutzung)
  • Fragen zur Kinderbetreuung
  • Überforderungen im Alltag
  • schwierige Wohnsituationen
  • Vereinsamung

Kommt Fallmanagement für Sie in Frage?

Fallmanagement ist für jede Kundin und jeden Kunden geeignet. Hauptsache, Sie bringen den Willen und die Motivation mit, an Ihrer Situation etwas zu verändern. Selbstverständlich ist die Teilnahme am Fallmanagement freiwillig. Es geht darum, dass Sie sich aktiv einbringen und sich eine intensive Betreuung wünschen.

Wie kommen Sie ins Fallmanagement?

Sprechen Sie Ihre Integrationsfachkraft auf Fallmanagement an. Sie veranlasst alles Weitere.

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Schuldner-, Sucht- und psychosoziale Beratung


Beratung in schwierigen Lebensphasen.
Nutzen Sie Ihr gutes Recht. Wir tragen die Kosten.

Jeder kennt schwierige Lebensphasen. Manchmal scheinen sie kein Ende zu nehmen. Es fühlt sich an, als sei das eigene Leben aus den Fugen geraten.

Vielleicht brauchen Sie Entlastung in einer familiären Notsituation.
Vielleicht sind Sie psychisch stark belastet und leiden unter einer Depression.
Vielleicht ringen Sie mit Angstzuständen.

Sie hätten gern jemanden, der sich Zeit für Sie nimmt? Jemanden, der einfach zuhört und dann dabei hilft, wieder Klarheit im eigenen Leben zu schaffen? Da können wir helfen. Nehmen Sie einfach unser Angebot an: einen Gutschein für fachkundige Beratung mit ganz viel Zeit nur für Sie. Ganz persönlich. Der Inhalt der Beratung ist vertraulich.

Sprechen Sie mit Ihrer Integrationsfachkraft. Sie erhalten einen Beratungsscheck und können bei unserem Kooperationspartner einen Termin ausmachen. Die Kosten trägt das Jobcenter. Weitere Informationen finden Sie auch hier.


Schulden-Falle? Nein danke! 
Lassen Sie sich beraten. Wir tragen die Kosten.

Gleich mitnehmen, später zahlen: Das ist sehr verführerisch. Ein scheinbar günstiger Kredit und dann noch einer – und das Geld reicht trotzdem nicht. Wer hier nicht aufpasst, kommt schnell in eine gefährliche Abwärtsspirale.

Schulden gehen oft mit schwierigen Lebenssituationen einher. Die häufigsten Auslöser sind Trennung, Scheidung, Tod eines nahen Angehörigen, Krankheit, aber auch unerwartete Arbeitslosigkeit.

Schulden erledigen sich nicht von alleine. Wir im Jobcenter bieten Ihnen Hilfe in Form einer professionellen Schuldner-Beratung an, damit Sie finanziell wieder auf die Beine kommen können. Der Inhalt der Beratung ist vertraulich. Die Kosten trägt das Jobcenter. Sprechen Sie mit Ihrer Integrationsfachkraft. Sie erhalten einen Beratungsscheck und können bei unserem Kooperationspartner einen Termin ausmachen.


Wege aus der Sucht finden.
Lassen Sie sich beraten. Wir tragen die Kosten.

Süchtig kann vieles machen: Alkohol, Medikamente, Rauschgift, Nikotin, Glücksspiel, Computer. Wer unter einer Sucht leidet, hat meist auch Probleme an der Arbeit oder damit, überhaupt einen Arbeitsplatz zu finden. 

Wir im Jobcenter bieten Ihnen schnelle und kompetente Hilfe in Form einer professionellen Suchtberatung, damit Sie Ihr Leben wieder ohne Suchtmittel leben können. Der Inhalt der Beratung ist vertraulich. Die Kosten trägt das Jobcenter. Sprechen Sie mit Ihrer Integrationsfachkraft. Sie erhalten einen Beratungsscheck und können bei unserem Kooperationspartner einen Termin ausmachen.

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RAUS AUS ALG II – EXISTENZGRÜNDUNG ALS CHANCE

Das Jobcenter Stadt Kassel arbeitet nachhaltig. Wir sind darum Ansprechpartner sowohl bei Existenzgründungen als auch bei den Themen Erhalt und Sicherung bei bestehender Selbstständigkeit.

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ARBEITSLOSENGELD II im Überblick

Die Leistungen, die Sie zur Sicherung Ihres Lebensunterhaltes gemäß Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) erhalten können, setzen sich aus der Regelleistung, gegebenenfalls besonderen so genannten „Mehrbedarfszuschlägen“ und den Kosten der Unterkunft (Grundmiete, Betriebskosten und Heizkosten) zusammen. Hinzu können einmalige Leistungen kommen.

Regelleistung
Wer erwerbsfähig ist und Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes hat, erhält Arbeitslosengeld II (ALG II). Im Haushalt lebende Angehörige, die nicht erwerbsfähig sind, erhalten das so genannte „Sozialgeld“, zum Beispiel Kinder bis zum 15. Lebensjahr. Von dieser Regelleistung sollen Nahrung, Bekleidung, Strom, Möbel und anderes finanziert werden.

Sozialversicherung
Sofern kein anderweitiger Versicherungsschutz besteht, werden Sie für die Dauer des Leistungsbezuges in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversichert. Die Zeiten des Leistungsbezuges werden der Rentenversicherung gemeldet.

Kosten der Unterkunft
Die Kosten für Ihre Unterkunft (Grundmiete, Betriebskosten und Heizung) werden im Stadtgebiet Kassel innerhalb bestimmter Grenzwerte berücksichtigt. Die Grenzwerte finden Sie hier.

Mehrbedarf
In besonderen Situationen kann ein Anspruch auf so genannte „Mehrbedarfe“ bestehen. Ist das der Fall, dann erhöht sich der Betrag des ALG II. Beispiele:

  • Sie sind schwanger.
  • Sie sind alleinerziehend
  • Sie haben eine Behinderung und erhalten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach SGB IX.
  • Sie benötigen eine kostenaufwändige Ernährung.


Einmalige Leistungen
Das SGB II sieht in bestimmten Lebenssituationen besondere Leistungen vor, zum Beispiel eine Beihilfe für die Erstausstattung einer Wohnung. Dies kann nach Auszug aus der elterlichen Wohnung, nach Auszug aus einem Übergangswohnheim oder auch nach Entlassung aus der Haft der Fall sein.

Achtung! Auszug von unter 25-jährigen
Unter 25-jährige, die aus der elterlichen Wohnung ausziehen, erhalten Unterkunftskosten nur dann, wenn das Jobcenter Stadt Kassel dies vor Abschluss eines Mietvertrages zugesichert hat.

Schwangerschaft
Bei Schwangerschaft gibt es eine Beihilfe für Umstandskleidung und bei der Geburt des Kindes eine Beihilfe für die Erstausstattung (Babybekleidung, Baby-Bett, Kinderwagen etc.). 

Weitere Leistungen für Kinder und junge Erwachsene 
Weitere Leistungen für Kinder und junge Erwachsene finden Sie hier.

Hier finden Sie ein Erklär-Video auf Deutsch, Englisch und Arabisch: 
So setzt sich Arbeitslosengeld II zusammen, und das bedeuten die einzelnen Teile des Bescheides.

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WIE STELLE ICH EINEN ANTRAG AUF ALG II?

Sie möchten zum ersten Mal einen Antrag auf Arbeitslosengeld II (ALG II) stellen? 
Oder stellen Sie einen Antrag nachdem Sie schon länger als sechs Monate kein Arbeitslosengeld II bezogen haben?  

 
Dann kommen Sie bitte persönlich innerhalb der Öffnungszeiten in die Eingangszone des Jobcenters Stadt Kassel, Grüner Weg 46 im Gebäude der Agentur für Arbeit. Und so geht es weiter: 
 

1. Wir nehmen Ihre Daten auf 

In der Eingangszone erfassen wir alle für Ihren Antrag notwendigen persönlichen Daten sowohl von Ihnen als auch von den Personen, die mit Ihnen in Ihrem Haushalt zusammen leben, zum Beispiel die Daten Ihrer Kinder oder Ihres Ehepartners. 

Wichtig!  
Notwendige Dokumente mitbringen! 

Notwendig sind der gültige Personalausweis oder das alternative Ersatzdokument aller Personen, die mit Ihnen in Ihrem Haushalt zusammen leben. Das bedeutet: 

  • Reisepass mit Meldebescheinigung 

  • Ausländischer Pass mit Aufenthaltstitel 

  • Amtliches Ersatzdokument mit Lichtbild


2. Sie erhalten die Antragsunterlagen und einen Termin für die Abgabe Ihres Antrags

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Eingangszone übergeben Ihnen die Antragsunterlagen und klären offene Fragen mit Ihnen. Dann erhalten Sie einen Termin in der Leistungsgewährung. Zu diesem Termin bringen Sie bitte die vollständig ausgefüllten Antragsunterlagen mit sowie alle weiteren wichtigen Unterlagen für die Antragstellung mit. Eine Übersicht finden Sie hier


3. Sofort-Termin bei Ihrer Integrationsfachkraft 

Außerdem erhalten Sie am gleichen Tag einen Sofort-Termin bei einer Integrationsfachkraft. Hier besprechen Sie Ihre berufliche Situation, damit Sie schnellstmöglich wieder Arbeit finden.  

Dieses Verfahren wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Daher empfehlen wir Ihnen möglichst früh zu Beginn der Öffnungszeiten die Eingangszone aufzusuchen.  

Entscheidung innerhalb von zwei Wochen 
Bitte berücksichtigen Sie, dass nach Vorliegen aller für die Bearbeitung notwendigen Unterlagen eine abschließende Entscheidung Ihres Antrages nicht immer sofort möglich ist. In der Regel erfolgt die Auszahlung der Leistungen zwei Wochen nach Eingang der vollständigen Unterlagen. 
 
Leistungen werden in der Regel für ein Jahr bewilligt. Vier Wochen vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes erhalten Sie automatisch einen verkürzten Folgeantrag zugesandt. Eine weitere Bewilligung, wiederum für ein Jahr, kann nur nach rechtzeitiger Abgabe des Folgeantrages erfolgen. Dabei müssen Sie Ihre Kontoauszüge der vorherigen drei Monate sowie die Mietbescheinigung vorlegen.

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VORRANGIGE LEISTUNGEN

Neben Arbeitslosengeld II gibt es andere Sozialleistungen, die Sie vielleicht schon beziehen oder auf die Sie einen Anspruch haben. 

Wir im Jobcenter dürfen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nur erbringen, wenn die Hilfebedürftigkeit nicht durch solche anderen Leistungen vermieden, beseitigt, verkürzt oder vermindert werden kann (§ 3 Abs. 3 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II)). 

Die folgenden Leistungen haben alle Vorrang vor Arbeitslosengeld II (ALG II). Sie sind verpflichtet, diese Sozialleistungen vorrangig in Anspruch zu nehmen und die dafür nötigen Anträge zu stellen (§ 12a SGB II). 

Arbeitslosengeld

Berufsausbildungsbeihilfe - BAB

Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG

Darlehen für Familienpflegezeit oder Pflegezeit

Elterngeld und ElterngeldPlus

Insolvenzgeld

  • Voraussetzungen: Anspruch
  • Zuständiger Träger: Agentur für Arbeit

Kindergeld

Kinderzuschlag

Krankengeld

  • Voraussetzungen: 
    Es muss Arbeitsunfähigkeit vorliegen und Sie müssen mit Anspruch auf Krankengeld krankenversichert sein. Krankengeld wird grundsätzlich erst nach 6-wöchiger, andauernder Arbeitsunfähigkeit gezahlt. Es gibt Ausnahmen von den 6 Wochen, zum Beispiel wenn Sie ab dem ersten Tag nach der Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses krank werden sollten. Dann besteht sofort Arbeitsunfähigkeit anstatt Arbeitslosigkeit.
  • Zuständiger Träger: Ihre Krankenkasse

Kurzarbeitergeld

Mutterschaftsgeld

Pflegeunterstützungsgeld

Renten

  • Witwen- und Witwerrenten
  • Voll- und Halbwaisenrenten
  • Erziehungsrenten
  • Renten wegen Erwerbsminderung
  • Rente für Bergleute (§ 45 SGB VI)
  • Altersrente
  • Informationen: weiterführende Informationen zu den Rentenarten
  • Zuständiger Träger: Deutsche Rentenversicherung
  • Ausländische Altersrenten
    Zuständiger Träger: ausländische Rentenversicherung
  • Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Zuständiger Träger: Unfallversicherung


Übergangsgeld (medizinische und berufliche Rehabilitation)

  • Voraussetzungen: 
    a) Leistungen zur medizinischen Rehabilitation werden erbracht, wenn die Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder gemindert ist und die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Hier lässt der Rentenversicherungsträger stationäre oder ganztägig ambulante Maßnahmen in qualitätsgesicherten Rehabilitationseinrichtungen durchführen.
    b) Während der Teilnahme an Maßnahmen im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Rehabilitation) kann ein Anspruch auf Übergangsgeld gegeben sein. 
  • Zuständiger Träger:  Welcher Rehabilitationsträger zuständig ist, richtet sich nach der Art der Rehabilitation (medizinisch, beruflich, sozial), der Ursache der Behinderung (z. B. Arbeitsunfall) und dem Umfang zurückgelegter Versicherungszeiten.

Unterhalt

  • Kindesunterhalt
  • Betreuungsunterhalt
  • Elternunterhalt
  • Unterhalt bei Getrenntlebenden 
  • Unterhalt bei Geschiedenen 

Wichtige Informationen zum Thema Unterhalt:
Team Unterhalt im Jobcenter Stadt Kassel

Unterhaltsvorschuss

Verletztengeld

  • Voraussetzungen:
    Verletztengeld wird gezahlt, wenn eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines Arbeitsunfalls, Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit entsteht.
  • Zuständiger Träger: Ihre Krankenkasse

Wohngeld

 

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SCHULE

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen an Bildung sowie am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft teilhaben. Diesen Anspruch möchte die Bundesregierung mit dem Bildungs- und Teilhabepaket realisieren helfen. Das Paket sieht diverse zusätzliche Leistungen vor.

Im Bildungspaket:

  • eintägige Schulausflüge
  • mehrtägige Klassenfahrten
  • Schulbedarf in Höhe von 70 Euro jeweils zum 1. August und 30 Euro zum 1. Februar pro Jahr

Die Beträge können auch nach dem genannten Stichtag gezahlt werden, wenn das Kind erstmalig oder aufgrund einer längeren Unterbrechung erst im Laufe des Schuljahres in der Schule aufgenommen wird.

  • Schülerbeförderung ab Sekundarstufe II
  • Mittagsverpflegung, die von Schule oder Kita organisiert wird
  • Lernförderung

Das Teilhabepaket umfasst Leistungen bis maximal 10 Euro pro Monat. Sportvereine, Musikschulen oder auch die vhs stellen Angebote bereit. Dazu kommen kulturelle Angebote der Stadt Kassel.

Wer kann Leistungen erhalten? 
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und ihren Lebensunterhalt nicht vollständig aus eigenem Einkommen und Vermögen oder aus dem Einkommen und Vermögen ihrer Eltern bestreiten können. 
Leistungen im Bereich "Bildung" können Schülerinnen und Schüler erhalten, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen und keine Ausbildungsvergütung bekommen.
Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft sind für Jugendliche vorgesehen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wer stellt den Antrag?
Den Antrag können die Eltern für ihre minderjährigen Kinder stellen. Erwachsene, die einen Anspruch auf Leistungen haben, können den Antrag selbst stellen.

Antragsverfahren
Für alle Leistungen im Bereich „Bildung und Teilhabe“ ist ein Antrag erforderlich. Ausgenommen ist lediglich der Schulbedarf, sofern der/die Schüler/in laufend Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld bezieht.
Für Anträge können Sie rechts ein Formular herunterladen.

Bewilligung 
Mit Ausnahme vom Schulbedarf werden die Leistungen für Bildung und Teilhabe entweder durch Kostenübernahme-Erklärung oder Gutschein finanziert. Die Leistungen sind auf den Zeitraum eines Bewilligungsabschnittes (BWA), in der Regel sechs Monate, beschränkt. Werden die Leistungen im Laufe eines BWA beantragt, so wirkt der Antrag auf den ersten Tag des BWA zurück. Der Schulbedarf wird mit den laufenden Leistungen zum Lebensunterhalt durch das Jobcenter bewilligt. Die weiteren Leistungen für Bildung und Teilhabe werden durch das Sozialamt der Stadt Kassel, Abteilung Bildung und Teilhabe, bewilligt. Weitere Informationen finden Sie  hier

Liste der Anbieter
Leistungen für Bildung und Teilhabe sollen nur durch geeignete Anbieter erbracht werden. Die hat das Jobcenter für das Stadtgebiet Kassel zusammengestellt.

Schülerbeförderung
Schüler bis einschließlich der Sekundarstufe I erhalten die notwendige Förderung über das Schulverwaltungsamt der Stadt Kassel. Nähere Informationen finden Sie  hier.

Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II erhalten die tatsächlichen Fahrtkosten. Bitte beachten Sie, dass ein Eigenanteil aus der Regelleistung selbst aufgebracht werden muss. Bei der Berechnung werden kostengünstige Tickets (Jahresabo) zugrunde gelegt. 

Mittagsverpflegung
Schülerinnen und Schülern können an einer in schulischer Verantwortung angebotenen gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung teilnehmen. Die Eltern müssen einen Betrag von 1 Euro pro Essen aufbringen. Dies gilt ebenfalls für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen.

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WOHNEN

Unterkunftskosten: Grenzwerte beachten
Unterkunftskosten sind im Rahmen des Arbeitslosengeldes II in tatsächlicher Höhe zu berücksichtigen, soweit sie angemessen sind (§ 22  Abs. 1 Zweites Buch Sozialgesetzbuch [SGB II]). Die Unterkunftskosten setzen sich in der Regel aus Grundmiete und Betriebskosten sowie den Heizkosten zusammen.

Was bedeutet „angemessen“?
Angemessen sind Unterkunftskosten die innerhalb von Grenzwerten oder der sogenannten "Gesamtangemessenheitsgrenze" liegen. Für unterschiedliche Haushaltsgrößen gibt es unterschiedliche Grenzwerte. Die Haushaltsgröße bestimmt sich nach der Anzahl der Personen im Haushalt. Die Wohnfläche kann geringfügig größer sein, wenn dies durch eine geringere Miete ausgeglichen wird. 

Grenzwert überschritten? Kosten senken.
Übersteigen Ihre Unterkunftskosten die jeweiligen Grenzwerte oder die Gesamtangemessenheitsgrenze, so können sie nur so lange berücksichtigt werden, wie es Ihnen nicht möglich oder zuzumuten ist, die Kosten zu senken, zum Beispiel durch einen Umzug (vgl. § 22 Abs. 1 Satz 3 SGB II). Zur Senkung der Unterkunftskosten können Sie eine Übergangsfrist von drei bis sechs Monaten erhalten, in der vorerst die tatsächlichen höheren Unterkunftskosten weiter gezahlt werden. Danach müssen die Kosten entsprechend niedriger sein. Es werden grundsätzlich nur die Kosten berücksichtigt, die innerhalb der jeweiligen Grenzwerte liegen. 

Ausnahmen
Eine Senkung der Unterkunftskosten ist nicht zumutbar, wenn unabweisbare Gründe bestehen, die höhere Kosten rechtfertigen. Durch Krankheit oder Behinderung können im Einzelfall höhere Unterkunftskosten begründet werden. So benötigt beispielsweise ein Mensch im Rollstuhl mehr Wohnfläche, ein größeres Bad oder größere Türdurchgänge.

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UMZUG

Umzug innerhalb Kassels
Eine finanzielle Unterstützung bei den Umzugskosten ist nur möglich, wenn das Jobcenter Stadt Kassel Sie zum Umzug auffordert oder der Umzug aus anderen wichtigen Gründen notwendig ist. Vor dem Wohnungswechsel müssen Sie auf jeden Fall die Zustimmung des Jobcenters einholen. Bitte beachten Sie: Die Kosten der neuen Wohnung müssen innerhalb der Grenzwerte liegen. 

Zuzug nach Kassel
Eine finanzielle Unterstützung bei Ihren Umzugskosten nach Kassel kann nur das für Ihren aktuellen Wohnort zuständige Jobcenter prüfen und gegebenenfalls erbringen. 
Bitte beachten Sie: Vor Unterzeichnung des neuen Mietvertrages ist die Zustimmung des Jobcenter Stadt Kassel einzuholen. Wir prüfen für Sie, ob die Miete innerhalb der in Kassel geltenden Grenzwerte liegt. Sollten Sie eine Wohnung ohne Zustimmung des Jobcenters anmieten, können Ihnen erhebliche finanzielle Nachteile entstehen.
 
Wegzug aus Kassel
Ob Sie eine finanzielle Unterstützung bei den Umzugskosten von Kassel an einen anderen Wohnort erhalten können, müssen Sie mit Ihrem persönlichen Ansprechpartner im Jobcenter Stadt Kassel vor Unterzeichnung des neuen Mietvertrages klären.

In der Regel bekommen Sie eine Unterstützung, wenn

  • Sie durch das Jobcenter zum Umzug aufgefordert wurden
  • Sie umziehen, um zu hohe Unterkunfts- und/oder Heizkosten zu senken
  • andere wichtige Gründe vorliegen, zum Beispiel dass Sie Arbeit gefunden haben oder in eine Region mit geringerer Arbeitslosenquote umziehen möchten, um ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz zu erhöhen.

Holen Sie vor Unterzeichnung des Mietvertrags eine Zustimmung zum Umzug durch das Jobcenter am neuen Wohnort ein. So vermeiden Sie finanzielle Nachteile.

Umzugskosten
Wenn Sie Ihren Umzug nicht vollständig mit Hilfe der Familie, von Freunden oder Bekannten organisieren können, ist es möglich, eine finanzielle Unterstützung für einen Miet-LKW zu erhalten. Dazu muss Ihr persönlicher Ansprechpartner vor dem Wohnungswechsel die Zustimmung zum Umzug gegeben haben. 
Ist für Ihren Umzug ein Leihfahrzeug erforderlich, legen Sie bitte drei Kostenvoranschläge bzw. Mietangebote Ihrer zuständigen Sachbearbeitung für Geldangelegenheiten vor.

Kaution 
Als Mieter/in haben Sie die Möglichkeit, mit dem Vermieter die Zahlung der Kaution in drei Monatsraten zu vereinbaren. Oftmals besteht Spielraum, die Raten noch weiter aufzuteilen. Außerdem steht Ihnen gegebenenfalls die Kaution für Ihre bisherige Wohnung zur Verfügung. 

Kosten der Wohnung liegen über dem Grenzwert 
Wenn Sie erstmals ALG II beantragen und ihre Unterkunftskosten über den jeweiligen Grenzwerten liegen, werden Sie vom Jobcenter aufgefordert, die Kosten entsprechend zu senken. Wenn Sie dazu bereit sind und eine Übergangszeit brauchen, zum Beispiel für Verhandlungen mit Ihrem Vermieter, wird das Jobcenter dem in der Regel zustimmen. 

Direktzahlung der Miete an den Vermieter
Das Jobcenter zahlt die Leistung im Regelfall an Sie. Die Überweisung an den Vermieter ist Ihre Sache. Sie sind der Vertragspartner und damit in eigener Verantwortung für die Mietzahlung zuständig. 
Sollte eine direkte Zahlung der Mieten durch das Jobcenter Stadt Kassel an Ihren Vermieter erforderlich sein, nehmen Sie bitte Kontakt mit der für Sie zuständigen Sachbearbeitung für Geldangelegenheiten auf. 

Kosten der Auszugsrenovierung 
Ob eine Kostenbeteiligung oder Kostenübernahme bei einer Auszugsrenovierung durch das Jobcenter Stadt Kassel erfolgen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Das Jobcenter muss vor dem Umzug dem Wohnungswechsel zugestimmt haben. Darüber hinaus kommt es auf den Inhalt Ihres Mietvertrages an, ob Sie überhaupt bei Auszug zur Renovierung verpflichtet sind. Zur Zulässigkeit entsprechender Klauseln im Mietvertrag gibt es eine Vielzahl höchstrichterlicher Entscheidungen. Ihre Sachbearbeitung für Leistungsangelegenheiten hilft Ihnen gern dabei, die geeignete Vorgehensweise zu erörtern.

Kosten der Einzugsrenovierung
Wenn das Jobcenter Ihrem Wohnungswechsel zugestimmt hat und die Einzugsrenovierung Bestandteil des neuen Mietvertrages ist, können Sie eine Unterstützung zu den Materialkosten erhalten. Vorher muss jedoch eine Bedarfsermittlung durch einen Außendienstmitarbeiter des Jobcenters erfolgen.

Auszug unter 25-Jähriger aus dem elterlichen Haushalt 
Der Gesetzgeber hat den Auszug aus dem elterlichen Haushalt für unter 25-Jährige, die Arbeitslosengeld II beziehen, beschränkt. Personen bis 25 Jahre, die noch im Haushalt der Eltern leben, haben nur dann einen eigenen Anspruch auf Unterkunftskosten, wenn das Jobcenter Stadt Kassel vor dem Abschluss eines Mietvertrags dem Auszug zugestimmt hat. Eine Zustimmung ist jedoch nur möglich, wenn besonders schwerwiegende soziale Gründe vorliegen. Einzelheiten erfragen Sie bitte bei Ihrem persönlichen Ansprechpartner.